Beiträge

hochzeitsfotograf-hamburg_0173

Hochzeit am Genfer See

Traumwetter, Traumlocation und ein sehr fotogenes Paar. Es hätte mich nicht besser treffen können – Die „Arbeit“ als Hochzeitsfotograf macht so mehr als Spass. Ich fotografiere ja nicht das erste Mal eine Hochzeit am Genfer See, 2007 war ich schon mal dort – gleich nebenan in Montreux.

Die Hochzeit fand in einer wunderschönen kleinen Kapelle statt, die freie Trauung war sehr intim und emotional. Zum Empfang wurde dann ganz rustikal in einen Weinberg geladen mit einer grandiosen Aussicht auf den See. Aber seht selbst…

hochzeitsfotograf-hamburg_0228

Als Hochzeitsfotograf in Frankreich unterwegs

Karlina und André baten mich Ihre Hochzeit in der Normandie zu fotografieren. Nachdem ich letztes Jahr im Winter das Engagementshooting mit den Beiden in Luxemburg fotografiert habe, gings nun im August an die Atlantikküste, genauer nach Barfleur. Die beiden haben eine komplette Reportage und eine extra Portraitsession zwei Tage nach der Hochzeit gebucht. Dafür waren wir einen Nachmittag unterwegs.

Ich war das erste Mal in der Normandie, aber ich habe auf Anhieb diese tolle rauhe Landschaft ins Herz geschlossen. Mildes Klima, weite Strände und viel Natur und ein wunderbares Hochzeitspaar, da konnte nichts mehr schiefgehen. Erst einmal möchte ich die Bilder der Portraitsession zeigen, die komplette Reportage zeige ich ein paar Tage später :-)

hochzeitsfotograf-hamburg_0259

Hochzeit auf dem Süllberg – Ein Feuerwerk der Gefühle

Sabrina und Stephan haben sich in Hamburg eine der schönsten Locations zum Feiern ausgesucht – den Süllberg. Nachdem ich schon Ihre standesamtliche Hochzeit im Louis C. Jakob begleitet habe, wurde nun in Niendorf kirchlich geheiratet.

Die komplette Hochzeit wurde musikalisch begleitet, in der Kirche, durch einen Gospelchor, zum Empfang von einer grandiosen Unplugged-Band, zum Dinner von einem Streichparkett und am Abend heizten die „Soulisten“ den Zuschauern kräftig ein. Ein wunderschönes Feuerwerk über der Elbe war einer der weiteren Höhepunkte des Abends.

fomag1

Roland Michels mit Expertentipps zum Thema Hochzeitsfotografie im Fotomagazin

Im „Fotomagazin“ gibt es die Rubrick „Expertentipps“. Jedes Mal zu einem anderen Thema, z.B. Fashionfotografie, Architekturfotografie, Landschaftsfotografie. Das Fotomagazin richtet sich an ambitionierte Hobbyfotografen. Für die aktuelle Ausgabe wurde ich gefragt, ob ich Lust habe Tipps zum Thema Hochzeitsfotografie zu geben. Ich habe mich dann einen Nachmittag mit einem Redakteur zusammengesetzt und wir haben zehn echt richtig gute Tipps zusammenbekommen.

Mir hat die Zusammenarbeit auf jeden Fall richtig Spass gemacht und vielleicht bringt es auch dem ein oder andere Hobbyfotografen was wenn die Frage kommt: „Wir heiraten bald….du machst doch so schöne Bilder…Kannst du nicht auch auf unserer Hochzeit fotografieren….“.

Also wenn Ihr ein wenig darüber erfahren möchtet wie ich Hochzeiten fotografiere und vielleicht selber plant mal eine Hochzeit zu fotografieren dann schaut in das Fotomagazin. Und wenn Ihr nicht selber die Hochzeit eurer Freunde fotografieren möchtet, Euch das dann doch nicht zutraut, dann empfehlt mich gerne weiter :-)

76 Tipps für schönere Hochzeitsfotos für Fotografen? – Nein für Brautpaare!

Liebe Brautpaare, nachdem ich vor kurzem hier in einem Blogbeitrag zehn etwas ausführlichere Ratschläge zum Thema schönere Hochzeitsbilder gegeben habe und die Resonanz sehr hoch ist, möchte ich mit einer Kurzcheckliste das Thema etwas erweitern.

Mittlerweile habe ich ja bereits über 170 Hochzeiten fotografisch begleitet, viele Kleinigkeiten fallen mir immer wieder auf, und manche Fehler sind ganz einfach vermeidbar. Ich habe zwar noch keine Hochzeit begleitet, die unglücklich geendet hat oder wo alles schief gelaufen ist, nur manchmal fällt mir auf, dass die Brautpaare gestresst sind und den Tag nicht so genießen können, wie sie es eigentlich verdient haben.
Beim Schreiben der Tipps ist mir aufgefallen, dass ich etwas weiter ausgeholt habe und auch Tipps mit dabei sind die den Tag im Allgemeinen gelungener machen und nicht nur für die Fotos wichtig sind. Ein paar der Tipps sind auch als meine subjektive Meinung anzusehen, wenn man da anderer Meinung ist, ist das auch OK und es macht eure Feier nicht schlechter. Ich hoffe, dass die Tipps dem ein oder anderen Brautpaar weiterhelfen.

Die Suche
1.Investiert ein wenig Zeit in die Suche nach einem Hochzeitsfotografen. Es gibt viele gute Hochzeitsfotografen in Deutschland und viele fotografieren in einem unterschiedlichen Stil.

2.Alle Fotografen werben natürlich mit ihren schönsten Bildern, manche sogar mit Models oder mit Workshopbildern. Das zu unterscheiden fällt schwer. Schaut in den Kundengalerien der Fotografen um oder lasst Euch mindestens 200-300 Bilder einer kompletten Hochzeit zeigen um einen Gesamteindruck zu erhalten.

3.Ein Fotografenblog, der ständig aktualisiert wird gibt einen guten Eindruck in die Arbeitsweise des Hochzeitsfotografen. Dort sieht man immer aktuelle Arbeiten des Hochzeitsfotografen.

4.Alles ist teurer geworden, nur Reisen ist günstiger geworden, deshalb schaut auch überregional nach einem Hochzeitsfotografen. Einen Flug z.B. Hamburg-Stuttgart gibt es bei früher Buchung für 29-100 Euro.

5.Persönlicher Kontakt ist wichtig, Euer Hochzeitsfotograf muss euch sympathisch sein.

6.Heute muss man nicht mehr vor Ort sein um einen persönlichen Kontakt herzustellen. Videochat via Skype, AIM oder iChat führt die Welt zusammen und macht auch den Kontakt zum Hochzeitsfotografen einfacher. Fragt einfach, ob der Fotograf das anbietet.

7.Hochzeitsfotografen kann man auch persönlich auf Hochzeitsmessen kennenlernen und sich dort einen ersten Eindruck verschaffen.

8.Ein Vorgespräch mit Ablaufplanung ist zwingend notwendig für gute Hochzeitsfotos.

9.Ein guter Hochzeitsfotograf weist Euch im Vorgespräch auf Fehlplanungen und zeitliche Probleme hin und kann Euch viele Tipps zum Ablauf geben.

10.Ein Vertrag ist nicht zwingend notwendig, aber besser für beide Seiten, da er alles Wichtige schriftlich regelt und Unklarheiten von vorneherein ausräumt.

11.Transparente Angebote sollten eigentlich heutzutage selbstverständlich sein, leider ist das nicht immer so. Erkundigt Euch ob das Angebot des Fotografen alle Kosten abdeckt, oder ob nachträglich noch Kosten für Leistungen hinzukommen (Nutzungsrechte, Abzüge, Bildbearbeitung).

12.Informiert Euch über Nutzungsrechte (übertragbar an Euch) und Urheberrechte (verbleiben immer beim Fotografen) und welche Rechte der Fotograf Euch für die Hochzeitsfotos einräumt.

13.Schaut Euch die Nutzungsbestimmungen genauer an. Manche Fotografen verkaufen Hochzeitsfotos auch über Bildagenturen weiter. Wenn Ihr nicht möchtet, dass fremde Firmen mit Euren Bildern werben, solltet Ihr unbedingt darauf achten. Das Fotografen gerne Hochzeitsbilder auf Webseiten oder Blogs zeigen ist aber normal – Ihr könnt nur einen guten Fotografen finden wenn Ihr auch authentische Bilder seht.

14.Nicht immer steht die Angabe „Fotos auf CD“ auch für druckfähige, verwendbare Daten. Fragt nach Originalauflösung und Bilder ohne Wasserzeichen.

15.Für eine gute Hochzeitsreportage benötigt der Hochzeitsfotograf genügend Zeit. In zwei Stunden kann man keine Hochzeitsreportage fotografieren, sondern höchstens alle Gäste einmal abfotografieren. Das ist vom Ansatz was ganz anderes als eine Hochzeitsreportage. Wenn Ihr eine schöne Geschichte im Hochzeitsalbum haben möchtet, solltet Ihr dem Fotografen mindestens 8 Stunden Zeit (Je nach Tagesablauf) für die Reportage geben.

16.Ein gutes Hochzeitsfoto (oder Foto allgemein) ist eine Symbiose aus Bildgestaltung, guter Technik den richtigen Einstellungen und einer perfekten Bearbeitung. Die Unterscheide erkennt man sehr schnell, wenn man sich im Vorfeld etwas mit Hochzeitsfotografie beschäftigt.

17.Bilder direkt aus der Digitalkamera wirken im Vergleich zu guten bearbeiteten Fotos sehr flach und leblos. Deshalb ist für schöne Hochzeitsfotos eine Bearbeitung zwingend notwendig. Seid skeptisch, wenn der Fotograf anbietet die Fotos direkt im Anschluss der Feier auf CD zu brennen und auszuliefern.

18. Diesen Punkt entschärfe ich etwas, da sich einige Analogfotografen durch meine bisherige Aussage wohl übervorteilt fühlen. Das ist natürlich nicht so gewollt. Analoge Fotografie ist zwar kein Qualitätsmerkmal an sich, hat aber meiner Meinung nach in der Hochzeitsfotografie einige entscheidende Nachteile. Digitale Kleinbildkameras sind im Vergleich zum Farbnegativfilm (das übliche Medium für Hochzeiten im Vordigitalzeitalter) bei hohen Iso-Einstellungen viel rauschärmer, man kann sie viel universeller bei Hochzeiten einsetzen. Schwarzweissfilme sind noch ganz gut nutzbar im hohen Isobereich, allerdings ist man dann auch auf Schwarzweiss festgelegt. Am besten lasst Ihr Euch die Bilder (möglichst ganze Reportagen und nicht nur die Highlights) und Stil zeigen und urteilt selbst.

19.Aber nur weil jemand eine teure Digitalkamera hat, heißt das noch lange nicht, dass die Fotos gut werden. Die Grundlagen der Fotografie haben sich auch in der digitalen Zeit nicht geändert. Deshalb nicht beeindrucken lassen von Fotografen, die auf Ihrer Webseite mit einer teuren Ausrüstung werben. Das ist kein Qualitätsmerkmal, eine professionelle Ausrüstung sollte selbstverständlich sein.

20.Achten Sie darauf, dass der Hochzeitsfotograf eine eigene Bildsprache hat und nicht nur 08/15-Motive fotografiert (z.B. Brautpaar schaut um einen Baum herum, Bräutigam kniet vor Braut, Braut lässt sich nach hinten überfallen – Bräutigam küsst Schulter oder Dekollete). Ein guter Hochzeitsfotograf nutzt keine Standartposen, sondern fotografiert immer unterschiedlich.

21.Sagt dem Hochzeitsfotografen was Ihr möchtet, lasst aber auch genug kreativen Freiraum für seine Art der Fotografie. Ein Fotograf, der mit einer Abhakliste rumlaufen muss, kann sich nicht mehr auf Situationen und die Gesellschaft konzentrieren.

22.Vielleicht ein subjektiver Aspekt, aber fragt auch nach, wie der Fotograf sich auf Hochzeiten kleidet. Ein Fotograf im Anzug ist immer unauffälliger als einer im T-Shirt mit knalliger Webseitenwerbung drauf. Es wird oft das Argument kommen, dass man im Anzug nicht so gut fotografieren kann – Das stimmt nicht, ich fotografiere seit vier Jahren ausschließlich im Anzug Hochzeiten und kann keinen Nachteil feststellen.

Allgemeines

23.Gebt an dem Hochzeitstag alle Verantwortlichkeiten ab und versucht kleinere Unglücke zu ignorieren. Es ist auf den Fotos zu sehen, wenn Ihr Euch alles zu Herzen nehmt und das Fest nicht genießen könnt.

24.Versucht mittags einen Termin zur kirchlichen Trauung zu bekommen und nicht morgens, dass zieht den Tag zu sehr in die Länge. Achtet aber darauf, dass zeitlich genug Luft zwischen den Terminen (Vorbereitung, Trauung, Gratulation, Apero / Empfang, Porträts, Essen, Tanzen, Spiele) ist.

25.Zwei Trautermine (standesamtlich & kirchlich) an einem Tag können sehr anstrengend sein, bedenkt dass bei Eurer Planung.

26.Kirchliche Trauungen dauern im Schnitt 45 Minuten.

27.Standesamt dauert zwanzig Minuten bis eine halbe Stunde.

28.Die Gratulation vor der Traukirche bei ca. 100 Personen dauert mindestens eine halbe Stunde.

29.Versucht nicht zu lange Fahrtwege zu haben.

30.Sucht Euch als Hochzeitsfahrzeug nicht einen zu alten Oldtimer aus, wenn Ihr lange Fahrtwege habt. Sonst seid Ihr ewig unterwegs. Und dann kann es mit den Porträts schon mal eng werden, oder die Gäste warten.

31.Auch bei der Blumendekoration gibt es Unterschiede. Eine schöne Blumendekoration sieht auch auf den Hochzeitsfotos schön aus.

Die Vorbereitung

32.Versucht den Tag nicht zu lang zu planen. Wer morgens um 5:00 Uhr aufstehen muss, weil die standesamtliche Trauung um 9:00 Uhr beginnt ist abends nicht mehr fit. Die Gäste langweiligen sich auch, wenn zwischen den Veranstaltungen mehrere Stunden Zeit und kein Programm ist.

33.Teilt Euren Hochzeitstag schon von Anfang an mit guten Freunden. Es ist immer schön (auch für die Fotos), wenn auch schon bei den Vorbereitungen viele Leute mit dabei sind. Das gibt dem Tag eine besondere Stimmung.

34.Braut-Make-up und Hochsteckfrisur dauern mindestens zwei Stunden.

35.Das Ankleiden des Bräutigams zwischen drei und fünfzehn Minuten. Diese Zeit kann man mit Freunden und einem Frühschoppen verlängern.

36.Ein langer Schleier ist schön für spektakuläre Fotos.

37.Eine Schleppe hat Vor- und Nachteile: Für Hochzeitsfotos ist sie vielseitig zu verwenden. Bei Regen ist sie eine Belastung für die Braut.

38.Kleider mit ausladenden Reifringen schränken das Fotografieren der Porträts etwas ein. Oftmals kommt der Bräutigam nicht nah genug an die Braut, Fotos im sitzen sehen oft nicht so toll aus. Das Kleid wirkt insgesamt steifer und nicht so natürlich. Aber auch das ist Geschmackssache…

39.Für die Bräute: Meist ist das Keid am Hochzeitstag nicht zu eng sondern zu weit. Das ist ein Erfahrungswert von sehr vielen Hochzeiten.

40.Sucht für das Brautmakeup einen großen hellen Raum mit viel Tageslicht. Eine gute Visagistin schminkt auch bevorzugt bei Tageslicht und der Hochzeitsfotograf hat viel Platz zum fotografieren. Enge Bäder sind dafür weniger geeignet.

41.Schaut, dass Ihr einen schönen großen Standspiegel habt. Viele Visagisten haben aber auch einen Spiegel mit bei.

42.Ein schönes Vorbreitungs-/Ankleidezimmer wirkt auch auf Fotos schön.

43.Wenn es kein schönes Zimmer zuhause gibt, gönnt Euch ein Hotelzimmer. Das macht den Hochzeitstag auch nochmals besonders für euch und ergibt schönere Fotos.

44.Spart nicht an einer guten Visagistin. Es gibt riesige Unterschiede. Das ist auch auf den Hochzeitsfotos zu sehen.

45.Beauftragt Dienstleister, die auch gut gekleidet sind. Friseure im Trainingsanzug wirken auf Bildern fehl am Platz.

46.Für den Bräutigam: Beim Ankleiden die Hose zuerst! Wenn man beim Ankleiden in Unterwäsche die Manschettenknöpfe zumacht, kann das auf Fotos gut aussehen – meistens ist das aber nicht so.

47.Für den Bräutigam: Am besten den Tag mit den besten Freunden beginnen und diese schon von Anfang an mit teilhaben lassen.

48.Für den Bräutigam: Kleine Geschenke für die Braut, die Sie im Laufe der Vorbereitungen aufmacht zaubern ein Lächeln ins Gesicht und darüber freut sich dann der Hochzeitsfotograf;-).

49.Es gibt Tücher gegen glänzende Haut (Oil-Absorbing Sheets), von denen man ich auf jeden Fall ein paar einstecken kann, falls man diese benötigt.

50.Es gibt auch kleine eingeschweißte Fleckentücher für die Kleidung, die für den Hochzeitstag sicher nicht verkehrt sind, falls was passiert.

51.Taschentücher nicht vergessen.

In der Kirche

52.Unbedingt vorher mit dem Pastor / Pfarrer sprechen, ob fotografieren erlaubt ist.

53.Oftmals darf man als Fotograf nicht in den Altarraum und man darf höchstens von der Empore aus fotografieren. Damit trotzdem schöne Fotos vom Ringtausch gemacht werden können dreht Euch zueinander. Das hat auch den Zusatzvorteil, dass Eure Gäste nicht nur Euren Rücken sehen beim Ringtausch.

54.Wenn die Braut fünf Minuten später erscheint, erhöht das die Spannung. Gäste kommen auch oft etwas zu spät, es ist besser, wenn die Braut erst als Letzte kommt. Diesen Tipp aber vorher nicht beim Pastor äußern, der mag das sicher gar nicht.

55.Wenn die Braut-Limousine verdunkelte Scheiben hat, bitte vor Ankunft die Scheiben runterdrehen, sonst gibt es keine Bilder der Braut im Auto.

56.Möglichst vorher abklären, dass der Pastor vorne im Altarraum wartet. Sonst hat man vom Einzug nur den Pastor auf dem Bild. Wenn er vorläuft, einfach ein wenig Abstand halten, dann ist die Chance gute Bilder zu erhalten viel höher.

57.Schaut dass Ihr in der Kirche einen Termin bekommt, wo nach oder vor Eurer Trauung keine andere Hochzeit stattfindet, sonst treffen mehrere Hochzeitsgesellschaften aufeinander. Leider ist das ein Punkt, auf den man wenig Einfluss ausüben kann.

58.Bestimmt einen Organisator, der anfangs die Gäste in der Kirche dazu anhält sich in den vorderen Bereich zu setzen. Die Gäste haben die Angewohnheit sich eher nach hinten zu setzen, so dass die vorderen Reihen auf den Bildern eher immer leer ausschauen.

59.Es ist immer sehr unterschiedlich, wann der Brautstrauss geworfen wird. Manche machen das abends, andere lieber gleich nach der Kirche. Für die Fotos ist es natürlich mit Tageslicht schöner.

Porträts

60.Bei der Planung die besten Zeiten beachten. Kurz vor Sonnenuntergang ist das Licht am schönsten. Mittags, im Sommer ist das Licht am härtesten und nicht sehr stimmungsvoll.

61.Der Zeitrahmen für die Porträts ist einzig von Euch abhängig. Man kann in zwanzig Minuten schöne Porträts fotografieren, man kann sich aber auch zwei Stunden zeit lassen.

62.Im Sommer sollte man immer an etwas zu trinken denken, was man im Hochzeitsauto deponieren kann. Als Brautpaar trinkt man an dem Tag viel zuwenig weil man laufend beschäftigt und abgelenkt ist. Da kann es schon mal passieren, dass man zum Porträtshooting etwas müde und unkonzentriert wirkt.

63.Euer Kleid soll auch weiterhin schön weiß bleiben, eine kleine Unterlage erlaubt es auch sich mal auf den Boden oder auf den Steg zu setzen.

64.Genießt die Porträtsession. Es ist der lockerste Part des ganzen Tages. Ihr seid das erste Mal für Euch (fast) alleine.

65.Übt für die Porträts vor der Hochzeit ein wenig vor dem Spiegel. Schaut Euch schöne Bilder in den bekannten Modezeitschriften an.

66.Geht nicht gedanklich mit den üblichen Hochzeitsposen belastet in das Fotoshooting.

67.Verlangt von dem Fotografen nicht die gleichen Bilder, die Ihr vielleicht im Internet bei einem anderen Hochzeitsfotografen gesehen habt. Lasst den Fotografen in seinem Stil arbeiten.

68.Ihr als Brautpaar seid genauso mitverantwortlich für schöne Bilder, wie der Fotograf. Ihr müsst schöne Bilder wollen. Versucht Eure Ideen und die des Fotografen gemeinsam umzusetzen.

69.Ein Gruppenfoto kann sehr schön werden, die Organisation und Umsetzung benötigt aber Zeit und wir d von vielen Gästen als nervig wahrgenommen. Das Foto selber wird in meinen Augen aber überwertet, da man während einer Reportage ohnehin meist immer jeden Gast mal auf den Bildern hat.

70.Für die Familienfotos sprecht vorher mit den Verwandten was Ihr möchtet. Familienfotos müssen nicht unbedingt steif und langweilig wirken, man kann auch etwas mutiger zu Werke gehen und die Fotos sehen viel frischer aus.

Empfang / Abend

71.Beauftragt jemanden Ideen und Spiele der Gäste zu Sammeln und legt einen festen Zeitraum dafür fest.

72.Die Hochzeitstorte wird entweder um mitternachts oder nachmittags nach der Kirche angeschnitten. Welcher Termin der bessere ist muss man abwägen, wenn man natürlich erst um 17:00 Uhr heiratet, macht es wenig Sinn die Torte direkt danach anzuschneiden. Wenn man jedoch eher früher heiratet, kann der Anschnitt der Hochzeitstorte mittags gut die Zeit bis zum Abend überbrücken. Spät in der Nacht haben die Gäste erfahrungsgemäß nicht ganz soviel Appetit auf eine mächtige Torte und oftmals verschiebt sich der Zeitpunkt nach hinten.

73.Lehnt Spiele ab, die länger als zehn bis fünfzehn Minuten dauern, die Unterbrechung ist zu lange und den Leuten wird schnell langweilig.

74.Skylaternen sind mittlerweile in vielen Bundesländern verboten oder man benötigt eine Genehmigung. Für schöne Bilder sind Sie natürlich grandios.

75.Denkt daran, dass Fotografen auch mal Essen müssen.
76.Bucht bei dem Fotografen lieber eine Begleitung von der Vorbereitung bis einschließlich dem Brauttanz als z.B. ab der Trauung bis Mitternacht. Für die Story des Tages oder später im Hochzeitsalbum sind die Vorbereitungsfotos viel interessanter als noch mal zehn Tanzbilder mehr.

Sicher kann man noch den ein oder anderen Punkt hinzufügen, aber ich denke das ist erst mal ein ganz guter Ratgeber. Die Tipps sind wie erwähnt natürlich subjektiv von mir erstellt und manchmal einfach nur eine Geschmacksfrage, genau so ob man einen DJ mit Entertainment-Programm mag oder nicht. Da fällt mir schon wieder ein Tipp ein: Es gibt sehr unterschiedliche DJs, schaut euch den auf jeden Fall mal persönlich an und lasst euch Referenzen geben, bei denen Ihr nachfragen könnt…

Bis demnächst :-)
Roland

hochzeitsfoto1

Interview mit mir in der Fotowirtschaft zum Thema Hochzeitsfotografie

Das Fachmagazin Fotowirtschaft hat als Schwerpunktthema dieses mal Hochzeitsfotos / Hochzeitsfotografie. Insgesamt zehn Seiten hat Fotowirtschaft der Hochzeitsreportage, Alben, Geschichte der Hochzeitsfotografie und Trends der Hochzeitsfotografie gewidmet. Für mich ist das ein Zeichen, dass Hochzeitsfotografie mittlerweile einen hohen Stellenwert im großen Bereich der Fotografie in Deutschland einnimmt.

Es freut mich natürlich, dass dort meine Bilder auf fünf Seiten vertreten sind und über mich als Hochzeitsfotograf und meine Hochzeitsreportagen dort auf drei Seiten berichtet wird. Weiterhin wird auch in diesem Bericht das Hochzeitsfotografen-Portal (mittlerweile Bildpoeten) vorgestellt, was ich zusammen mit meinem Kollegen Ondro gegründet habe. Das Portal feiert bald seinen zweiten Geburtstag, wir werden dann mit einem großen Relaunch und vielen News in die dritte Saison gehen.

Mittlerweile hat sich unser Portal für exklusive Hochzeitsreportagen zu der Referenz für anspruchsvolle Hochzeitsfotografie in Deutschland, Österreich und der Schweiz entwickelt und sogar schon Nachahmer gefunden. Mit den Kolleginnen und Kollegen in dem Portal ist ein reger Austausch und viele Freundschaften entstanden, das freut mich besonders und zeigt, dass sich die Kultur der kreativen Hochzeitsfotografie in Deutschland sehr positiv entwickelt hat.